"Früher war sie viel cooler"


Das Jugendmusiktheater gehört seit Jahren zum festen Bestandteil der Firmvorbereitung der Pfarreien St. Elisabeth und St. Andrä. Da die Kirche St. Elisabeth in diesem Jahr ihr sechzigjähriges Bestehen feiert, sollte sich das Stück des Jugendmusiktheaters diesmal der Namenspatronin der Pfarre, der Heiligen Elisabeth von Thüringen annehmen. Ziel war jedoch kein Historienspiel, sondern Leben, Handeln und Wirken der Heiligen Elisabeth in die Gegenwart, und damit in die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen zu übersetzen.


Die Mitglieder der Jugendgruppe St. Elisabeth erarbeiteten das Stück »Betty« an fünf Wochenenden in Workshops unter der Spielleitung von Andreas Schmitz. Dabei wurde zunächst in freien Übungen die szenische Arbeit geübt, um sich anschließend der stückbezogenen Thematik zuzuwenden.


Aus den Ideen der Jugendlichen und den Ergebnissen einzelner Übungen wurde die Geschichte entwickelt, die anschließend für die Aufführung inszeniert und geprobt wurde. Sebastian Klein und die von ihm zusammengestellte Band rundeten schließlich mit ihrer Musik das Stück ab.


"Betty, was ist in deinem Korb?"


Betty ist ein schräger Vogel. Ein schräger Vogel zwischen den Fronten: die Freunde finden sie cool, weil sie die Schule schwänzt. Der Vater ist sauer, weil sie die Schule schwänzt.


Den Freunden gefallen ihre Aktivitäten in den sozialen Medien, der Vater sieht die vorgeplante Karriere seines Kindes in Gefahr. Niemand versteht den tieferen Sinn in Bettys Tun. Nur Tobi bemerkt, was Betty antreibt. Doch es fehlt ihm der Mut, es laut zu sagen, weil er Angst hat, als Außenseiter dazustehen. Betty aber geht unbeirrt ihren Weg und hilft denen, die nicht das Glück haben, ohne größere Sorgen und Nöte leben zu können.


"Betty" erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Nächstenliebe. Eine Geschichte die uns ermutigt, unsere Talente einzusetzen und niemals aufzugeben